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70 Jahre Schwäbische Donau Zeitung

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Politik, Kunst und Sport. Zwischen 1945 und 2015 haben sich die Zeiten verändert, so auch der Blick auf das Geschehen in der Welt, aber auch vor der Haustür. Viel Vertrautes ist dennoch geblieben. Wir blicken zurück auf Geschichte und Geschichten der letzten 70 Jahre. Von der ersten Ausgabe bis hin zur digitalen Zeitung

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Kurt Fried, Johannes Weißer und
Paul Thielemann ( v.l.n.r.) erhalten am 9. November 1945, kaum ein halbes Jahr nach Kriegsende, von den amerikanischen Besatzungsbehörden die Lizenz zur Herausgabe der "Schwäbische Donau Zeitung". Fried, Weißer und Thielemann beschrieben die "Schwäbische Donau Zeitung" mit den Worten „demokratische Freiheit, soziale Gerechtigkeit und wahre Kultur“.

Kurt Fried war gelernter Journalist, 1926 begann er sein Volontariat und wurde anschließend bis 1930 Schriftleiter der Tageszeitung Ulmer Abendpost, der Zeitung der Deutsch-Demokratischen Partei, deren Erscheinen 1930 eingestellt wurde. 

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Die Schwäbische Donau Zeitung, die 1968 zur
SÜDWEST PRESSE wurde, ist seit ihrem Start vor
70 Jahren zur wichtigsten Zeitung in der Region geworden. Sie ist die auflagenstärkste Regionalzeitung in Baden-Württemberg. 

Die erste Ausgabe

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Millionen Deutsche auf der Flucht nach dem Weltkrieg, das Wunder von Bern, der erste Mensch auf dem Mond. Auch der "Deutsche Herbst" und der Fall der Mauer, waren die Nachrichten, die um die Welt gingen und auch Spuren in Ulm hinterlassen haben.  





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Etwa 12 bis 14 Millionen Deutsche flohen nach dem Zweiten Weltkrieg aus allen Teilen Europas ins besiegte und zerstörte Deutschland, auch nach Ulm. Obwohl die Flüchtlinge selbst Deutsche waren, wurden sie von den Einheimischen mit Argwohn und teilweise offener Ablehnung empfangen.

Manche Schlagzeilen von damals könnten auch auf die heutige Flüchtlingssituation übertragen werden: "Täglich wird Deutsch gebüffelt", "Ostflüchtlinge loben Hilfsbereitschaft der Ulmer" und "Flüchtlingsfragen in Ulm beraten".  

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"Walter komm ans Fenster"

Trubel auf dem Bahnsteig. Blitzlichtgewitter der Fotografen, Journalisten steigen in den Zug und draussen toben die Menschen.


"Wo ist Herberger?"

Mehr als hundert begeisterte Fußballanhänger fanden sich auf dem Ulmer Hauptbahnhof ein, um einen Teil der Nationalspieler zu begrüßen, die auf ihrer Fahrt von der Schweiz nach Hause, auch in Ulm Halt machten.

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Im Lehrlingsheim in der Ulmer Gasse brannte die ganze Nacht das Licht. Mit Spannung beobachteten die jungen Leute die Mondlandung. Gelächter gab es, als die Astronauten infolge der Schwerkraft wie Kängurus über die Mondoberfläche hüpften.


Im Altenheim in Wiblingen, in der Kaserne der Bundeswehr und bei der Verkehrsinspektion der Polizei in der Karlstraße wurde gebannt auf den Fernseher geschaut. Selbst die Insassen des Gefängnisses in der Thalfinger Straße  durften am Morgen die Aufzeichnungen anschauen.

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Nach dem feigen Mordanschlag in Köln und der Entführung von Arbeitgeber - Präsident Hans Martin Schleyer, sprach sich Dekan Erhard John in einem Gebetsgottesdienst im Münster gegen die "Kopf-ab-Forderung" aus, auf die er in vielen Gesprächen stieß.

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Und plötzlich öffnete sich die Grenze, Menschen strömen aus Ostberlin nach Westberlin in die BRD: Die Nacht des 9. November 1989 markierte den Untergang der DDR.

Ein Jahr später wurde am 3. Oktober zum ersten Mal der "Tag der Deutschen Einheit" im wiedervereinten Deutschland begangen. Die Ulmer halten sich im Freudentaumel jedoch zurück. Eine Umfrage hatte "auf eine eher ruhige Einheits-Feier hingedeutet, Skepsis ist dabei zum Ausdruck gekommen, Nachdenklichkeit - und das Gefühl, nicht betroffen zu sein."

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Der 11. September 2001 begann auch in der Redaktion der SÜDWEST PRESSE als ganz normaler Tag. Das änderte sich als ab 15 Uhr nachmittags die ersten Bilder der brennenden Twin Towers aus New York eintrafen.

"Das ist wie die Apokalypse", urteilten viele Ulmer ein paar Tage später in einer Umfrage über das Geschehene. Vier unserer Redakteure waren während des Terroranschlags in New York. „Am Montag sind wir die Uferpromenade von Brooklyn entlangspaziert, die Türme des gegenüberliegenden World Trade Centers stets vor Augen. Am nächsten Tag ist das alles weg - wie soll man das verkraften?“

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Mohamed Bouazizi sah keine andere Möglichkeit mehr: Aus Protest gegen das Regime in Tunesien zündete sich der Gemüsehändler am 17. Dezember 2010 selbst an. Seine Tat hatte die Revolution in Tunesien zufolge und gilt aus Auslöser für den Arabischen Frühling.

"Die arabische Welt scheint aus den Fugen zu geraten", schrieb unser Korrespondent Martin Gehlen aus Kairo in einem Leitartikel einen Monat später. Eine Vermutung, die sich bewahrheitete. 

Aus der ganzen Welt berichten Korrespondenten für die SÜDWEST PRESSE; beispielsweise aus den USA, Russland, dem Nahen- und Mittleren Osten, Europa oder China. 


Ein Dossier zu den Artikeln unseres Nahost-Korrespondent Martin Gehlen finden Sie hier



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Zwölf Menschen starben bei dem Anschlag auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo". Ein Anschlag, der auch die Redaktion der SÜDWEST PRESSE tief bewegte, starben doch Kolleginnen und Kollegen, die für die Presse- und Meinungsfreiheit einstanden. Mit einer Schweigeminute auf dem Münsterplatz gedachte die Redaktion ihrer.

"Die Lehre aus dem sinnlosen Tod der Journalisten", so schrieb Chefredakteuer Ulrich Becker in einem Kommentar, "kann deshalb nur eine sein: an diesem Kurs der Toleranz und Freiheit festzuhalten(...)." 

Ein Kommentar von Chefredakteur Ulrich Becker

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600 Jahre Ulmer Münster. 1977 erschien dazu eine Sonderbeilage in der SÜDWEST PRESSE. Es war das bedeutendste Bürgerfest  seit der 1100-Jahr-Feier 1954. Die Beilage sollte als Dokumentation von bleibendem Wert sein.



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38 Jahre später wird wieder ein Jubiläum gefeiert. 125 Jahre Münsterturm. Auch zu diesem Anlass gab es eine Sonderbeilage, zudem gab es täglich eine Extra-Seite über und rund um das Münsterjubiläum. Aber nicht nur in gedruckter Form feierten wir das Ulmer Wahrzeichen, sondern auch in digitaler Form, als multimediale Geschichte.

Das Storytelling zum Münsterturm finden Sie hier.

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Welche Geschichte wird morgen der Aufmacher? Was plant das Kultur-Ressort für ihre Seiten und wie steht es mit dieser einen Geschichte in der Wirtschaft?

Der Newsroom
Hier besprechen die Redakteure die Zeitungsausgabe für den nächsten Tag, welche Meldungen unbedingt ins Blatt müssen und wie sie plaziert werden. Hier trifft sich die Chefredaktion, die Ressortleiter und die Grafik. Abends um 18 Uhr wird zum letzten Mal die Ausgabe für den nächsten Tag besprochen.

Manchmal kann eine Nachricht aber nicht warten: Die Online-Redaktion kümmert sich um alle aktuellen Meldungen, liefert Bildergalerien und Videos von Ereignissen und steht mit den Lesern über die Social-Media-Kanäle in ständigem Kontakt.




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Der Newsroom in den 70er Jahren und der Newsroom 2015

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Im Juni 1948 wurde Gustav Moré in die Redaktion nach Ulm geholt. Längere Zeit war er in der Ehinger Redaktion tätig, bis er  1962 wieder nach Ulm kam und dort Lokalchef wurde. "Die brauchten jemand der sich in der Kommunalpolitik auskannte, denn die lag im Argen".

Doch der Lokaljournalismus war für die Kollegen, die über die großen und wichtigen Nachrichten berichteten, kein wirklicher Journalismus, erinnert sich Moré.

Als Pionier der ersten Stunde hat er Zeitgeschichte hautnah erlebt.

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Mit 18 Jahren hatte sie - damals noch für die BILD - bereits Größen wie Muhammad Ali fotografiert, der sagte, sie habe das beste Foto von ihm gemacht, das es gab: Maria Müssig fand früh zur Fotografie und blieb ihr treu.

Im Dezember 1967 kam sie zur SÜDWEST PRESSE und war die erste Fotografin des Verlages. Über vierzig Jahre blieb sie der Zeitung treu, dokumentierte so manch großen Moment und erlebte die Veränderung der Zeitungsfotografie mit. 


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Während die Redakteure und Verlagsmitarbeiter schon ihren Feierabend genießen, geht es für die knapp 115 Mitarbeiter des Druckhaus Ulm-Oberschwaben erst richtig los: Ab 22.45 Uhr rollen dort die Druckmaschinen an und produzieren bis zu 190.000 Zeitungen in einer Nacht. Weitere Standorte sind Crailsheim, Reutlingen und Weingarten.

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Reinhold Weidelener hat noch schwere Bleiplatten herum geschleppt, bevor das Drucken der Zeitung digital wurde. Eine harte, körperliche Arbeit und gleichzeitig ging alles viel ruhiger vonstatten. Heute können zwar mehr Zeitungen in kürzerer Zeit gedruckt werden, aber "es geht alles schneller und hektischer."

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1946 wurde die damalige Schwäbische Donau Zeitung noch von Hand gefaltet und für die Zusteller zu handlichen Paketen geschnürt. Eine Arbeit die fast ausschließlich von Frauen gemacht wurde.

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Heute läuft auch dieser Prozess digital und fast automatisch ab. Alles ist genau abgestimmt und eng getacktet. Lothar Walter erklärt, wie die Zeitung aus dem Versand an den Leser kommt.

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Früher war die Zeitung die Hauptnachrichtenquelle. Dann kam das Radio, das Fernsehen und schließlich das Internet, über das nun viel schneller und in Echtzeit Nachrichten und Informationen bezogen werden können. Oft steht es in direkter Konkurrenz zu dem "alten" Medium Zeitung, doch immer häufiger gelingt auch die Verschmelzung von Print und Digitalem. Dafür steht auch die SÜDWEST PRESSE mit ihrem medialen Angebot.

Im Internet: swp.de 
Als eZeitung: http://ezeitung.swp.de/
Als App: SWP News-App









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Chefredakteur Ulrich Becker

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Preise für Fotografie, für gut recherchierte und geschriebene Artikel, für Layout und Grafik - und nicht zuletzt auch für unsere Online-Redaktion und unser crossmediales Arbeiten.

Hier finden Sie einige unserer preisgekrönten crossmedialen Projekte.

Die Nacht der 100.000 Bomben
(Ausgezeichnet mit dem Theodor-Wolff-Preis)

Zwischen den Bahnhöfen
(Ausgezeichnet mit dem European Newspaper Award of Excellence)

Ein Universum für sich
(Ausgezeichnet mit dem European Newspaper Award of Excellence)




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Chefredakteur Ulrich Becker

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Seit 2013 erlebt Ulrich Becker als Chefredakteuer den digitalen Wandel in der Zeitungslandschaft auch in der SÜDWEST PRESSE mit. Für ihn muss die Zeitung sich immer wieder erneuern und mit ihren digitalen "Enkeln" zu einer großen Familie werden.

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Idee und Koordination:  Uwe Keuerleber und Leonie Maschke

Redaktion: Uwe Keuerleber und Leonie Maschke

Fotos: Lars Schwerdtfeger, Volkmar Könneke, Maria Müssig, Simon Resch, Uwe Keuerleber, Leonie Maschke.

Archiv: Ana Maria  Borrero-Martinez

Bildrechte: Archiv der Südwest Presse, Volkmar Könneke, Maria Müssig, dpa.

Videos: Uwe Keuerleber und Leonie Maschke

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Übersicht

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Kapitel 1 Die ersten Jahre der Schwäbischen Donau Zeitung

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Kapitel 2 Die Köpfe der Redaktion

Wir lesen 2014 auftakt 08

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Nachher

Gustav bw
Kapitel 4 Vom Bleisatz zur Rolle - Das Druckhaus

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Weidelener

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Kapitel 5 Die Zeitung wird digital

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